Kipper und Wender für Betrieb und Bau kaufen
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- 240 Liter Tonne 80 und 120 Liter Tonne
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Kipper und Wender als Stapleranbaugeräte
Kipper und Wendegeräte erweitern einen Gabelstapler um Funktionen, die über das reine Heben und Transportieren hinausgehen. Sie ermöglichen es, Behälter aufzunehmen, zu sichern, zu drehen und ihren Inhalt kontrolliert zu entleeren. Dadurch können Fässer, Gitterboxen, Mülltonnen und andere Behälter direkt im innerbetrieblichen Materialfluss bewegt und an der vorgesehenen Stelle ausgeschüttet werden.
Unser Sortiment umfasst sowohl mechanische als auch hydraulisch betätigte Ausführungen. Welches Anbaugerät geeignet ist, richtet sich vor allem nach dem Behälter, dem Gewicht der aufgenommenen Last, der gewünschten Kippbewegung und den technischen Voraussetzungen des eingesetzten Staplers.
Typische Einsatzbereiche
Kipp- und Wendegeräte werden unter anderem eingesetzt in:
- Produktions- und Montagebetrieben
- Lager- und Logistikbereichen
- Recycling- und Entsorgungsbetrieben
- Bauunternehmen und Bauhöfen
- Werkstätten und Instandhaltungsbereichen
- kommunalen Betrieben
- landwirtschaftlichen und gewerblichen Anlagen
Sie unterstützen beispielsweise beim Entleeren von Produktionsresten, Wertstoffen, Abfällen, Schüttgütern oder anderen betrieblich anfallenden Materialien.
Bauarten für unterschiedliche Behälter
Fasskipper und Fasswender
Fasskipper und Fasswender dienen zum Aufnehmen, Drehen, Kippen und Entleeren geeigneter Fässer. Je nach Modell erfolgt die Drehbewegung mit einer Handkurbel, einem Kettenrad, einem Seilzug oder hydraulisch. Ausführungen mit einem großen Drehbereich erleichtern das dosierte Ausgießen und das anschließende Zurückdrehen des Fasses.
Vor der Auswahl sollten Sie insbesondere prüfen:
- zulässiger Fasstyp und Fassdurchmesser
- Anzahl der gleichzeitig aufnehmbaren Fässer
- maximale Traglast
- Art der Fassfixierung
- verfügbarer Drehbereich
- benötigte Bedienungsart
- Eignung für Stahl- oder Kunststofffässer
Das Fass muss während der gesamten Bewegung gegen Verrutschen, Herausfallen und unbeabsichtigtes Drehen gesichert sein.
Gitterboxwender und Gitterboxkipper
Gitterboxwender werden für das Aufnehmen und Entleeren geeigneter Gitterboxen eingesetzt. Mechanische Modelle können ohne zusätzlichen Hydraulikanschluss auskommen und über einen Seilzug vom Staplersitz aus entriegelt werden. Hydraulische Gitterboxkipper ermöglichen dagegen eine aktiv gesteuerte Kippbewegung.
Neben der Traglast sind die Abmessungen und die Bauform der Gitterbox entscheidend. Aufnahme, Verriegelung und Kippmechanismus müssen zur verwendeten Box passen. Bei Euro-Gitterboxen ist zusätzlich zu prüfen, für welche Ausführung oder Norm das jeweilige Wendegerät freigegeben ist.
Mülltonnenkipper und Mülltonnen-Entleerer
Mülltonnenkipper unterstützen das Anheben und Entleeren von Mülltonnen, Großtonnen oder Abfallbehältern. Die Geräte unterscheiden sich unter anderem nach dem zulässigen Behältervolumen, der Aufnahmevorrichtung und der Art des Kippantriebs.
Für die Auswahl sind insbesondere folgende Angaben relevant:
- Behältervolumen
- Behältergeometrie und Aufnahmepunkte
- maximale Traglast
- mechanische oder hydraulische Betätigung
- vorhandene Tonnensicherung
- benötigte Entleerungshöhe
- Abmessungen des gesamten Anbaugeräts
Nicht jeder Mülltonnenkipper ist für jede Tonnengröße geeignet. Die Freigaben des jeweiligen Modells müssen deshalb mit den tatsächlich verwendeten Behältern abgeglichen werden.
Behälterkipper und Kipptraversen
Behälterkipper sind für Behälter mit geeigneten Einfahrtaschen oder definierten Aufnahmepunkten ausgelegt. Sie werden häufig hydraulisch betätigt und ermöglichen eine kontrollierte Entleerung größerer oder schwererer Behälter. Verstellbare Aufnahmen können die Anpassung an unterschiedliche Behälterbreiten erleichtern.
Kipptraversen kommen insbesondere für dafür vorgesehene Container oder Sammelbehälter infrage. Hier müssen die Aufnahmepunkte, die Containergeometrie und die zulässige Traglast exakt zusammenpassen.
Stationäre Kippstationen
Kippstationen werden eingesetzt, wenn Behälter regelmäßig an einem festen Arbeitsplatz angehoben und entleert werden sollen. Je nach Ausführung erfolgt der Hub beispielsweise manuell, hydraulisch oder elektrohydraulisch. Im Gegensatz zu den klassischen Stapleranbaugeräten verbleibt die Station üblicherweise am vorgesehenen Einsatzort.
Mechanische und hydraulische Kipptechnik
Mechanische Betätigung
Mechanische Systeme arbeiten beispielsweise mit Seilzug, Handkurbel oder Kettenrad. Sie benötigen keinen hydraulischen Anschluss am Stapler und können dadurch flexibel einsetzbar sein. Die Betätigung und der Bewegungsablauf unterscheiden sich jedoch je nach Konstruktion.
Mechanische Ausführungen eignen sich besonders, wenn:
- am Stapler kein geeigneter Hydraulikanschluss verfügbar ist
- Behälter nur gelegentlich entleert werden
- ein klar definierter Kipp- oder Entriegelungsablauf ausreicht
- das aufgenommene Gebinde sicher fixiert werden kann
Hydraulische Betätigung
Hydraulische Kipper ermöglichen eine aktiv gesteuerte und häufig gut dosierbare Bewegung. Dafür muss der Stapler die vom Hersteller verlangten hydraulischen Anschlüsse und Betriebsparameter bereitstellen. Auch die Schlauchführung und die Kupplungen müssen zum Fahrzeug passen.
Eine hydraulische Ausführung kann sinnvoll sein, wenn schwere Behälter bewegt werden, regelmäßige Kippvorgänge stattfinden oder der Kippwinkel während des Arbeitsablaufs gezielt gesteuert werden soll.
Technische Auswahlkriterien
Traglast und Resttragfähigkeit
Die angegebene Traglast des Anbaugeräts darf nicht überschritten werden. Maßgeblich ist das Gesamtgewicht aus Behälter, Inhalt und gegebenenfalls weiteren aufgenommenen Komponenten.
Zusätzlich verändert ein Anbaugerät den Lastschwerpunkt und damit die tatsächlich verfügbare Resttragfähigkeit des Gabelstaplers. Die Nenntragfähigkeit des Staplers allein reicht deshalb nicht als Entscheidungsgrundlage aus. Das Tragfähigkeitsdiagramm, das Eigengewicht des Anbaugeräts, der Lastschwerpunktabstand und die Hubhöhe müssen gemeinsam betrachtet werden.
Behälterkompatibilität
Die Bezeichnung eines Produkts sagt noch nicht aus, dass es für jeden Behälter derselben Art geeignet ist. Prüfen Sie vor der Bestellung:
- Behälterabmessungen
- Behältergewicht im beladenen Zustand
- Material und Konstruktion des Behälters
- Position und Maße der Aufnahmepunkte
- zulässige Greif- oder Fixierbereiche
- Eignung für den vorgesehenen Inhalt
- Freigaben und Vorgaben des Geräteherstellers
Bei Flüssigkeiten oder rieselfähigen Stoffen sind außerdem der gewünschte Kippwinkel und die notwendige Dosierbarkeit relevant.
Einfahrtaschen und Gabelzinken
Bei Geräten mit Einfahrtaschen müssen Innenbreite und Innenhöhe zu den Gabelzinken passen. Auch Taschenabstand, Einfahrtiefe und Zinkenlänge sind zu berücksichtigen. Zu kleine Einfahrtaschen verhindern die Aufnahme, während unpassende Abmessungen oder eine unzureichende Einfahrtiefe den sicheren Sitz beeinträchtigen können.
Kippwinkel und Drehbereich
Der erforderliche Bewegungsumfang richtet sich nach dem Behälter und dem Inhalt. Für das vollständige Entleeren einer Gitterbox gelten andere Anforderungen als für das kontrollierte Ausgießen eines Fasses. Je nach Anwendung kann ein begrenzter Kippwinkel ausreichen oder ein Drehbereich bis 360 Grad erforderlich sein.
Sicherung am Stapler
Stapleranbaugeräte müssen gegen unbeabsichtigtes Abrutschen oder Abheben von den Gabelzinken gesichert werden. Häufig kommen Sicherungsketten, Verriegelungen oder formschlüssige Aufnahmen zum Einsatz. Zusätzlich benötigt der aufgenommene Behälter eine zur Bauart passende Fixierung, beispielsweise Spannhaken, Haltebügel, Fixierhaken oder Stahlriemen.
Sichere Verwendung von Kipp- und Wendegeräten
Vor jeder Nutzung sind Stapler, Anbaugerät und Behälter auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu kontrollieren. Beschädigte Verriegelungen, Sicherungsketten, Hydraulikleitungen oder Aufnahmeelemente können die Betriebssicherheit beeinträchtigen.
Zu den grundlegenden Prüfpunkten gehören:
- Anbaugerät entsprechend der Betriebsanleitung aufnehmen
- Sicherung am Gabelstapler vollständig anbringen
- Behälter korrekt positionieren und verriegeln
- zulässige Traglast und Resttragfähigkeit einhalten
- Last während des Transports möglichst niedrig führen
- Kippbereich von Personen und Hindernissen freihalten
- Kippvorgang nur auf geeignetem, tragfähigem Untergrund durchführen
- keine Personen unter angehobenen Lasten dulden
- Anbaugerät nicht für nicht freigegebene Behälter verwenden
- betriebliche Unterweisung und Prüfpflichten beachten
Die konkreten Herstellerangaben sowie die für den Betrieb geltenden Vorschriften haben stets Vorrang.
Pflege und regelmäßige Kontrolle
Mechanische Bauteile, Verriegelungen und Sicherungselemente sollten regelmäßig auf Verschleiß, Verformung und Korrosion geprüft werden. Bewegliche Teile sind entsprechend der Betriebsanleitung zu warten. Bei hydraulischen Geräten kommen Kontrollen von Schläuchen, Kupplungen, Anschlüssen und Zylindern hinzu.
Verschmutzungen an Aufnahmen oder Verriegelungen sollten entfernt werden, damit die Bauteile vollständig schließen können. Beschädigte sicherheitsrelevante Komponenten dürfen nicht provisorisch repariert oder durch ungeeignete Teile ersetzt werden.
Kipper und Wender passend auswählen
Für eine belastbare Produktauswahl sollten Sie zunächst den verwendeten Behälter und das maximale Gesamtgewicht bestimmen. Anschließend werden Traglast, Aufnahmeabmessungen, Kippmechanismus und technische Ausstattung des Staplers abgeglichen.
Eine zweckmäßige Auswahlreihenfolge ist:
- Behälterart und Behälterabmessungen bestimmen.
- Maximales Gewicht von Behälter und Inhalt berechnen.
- Erforderlichen Kippwinkel oder Drehbereich festlegen.
- Mechanische oder hydraulische Betätigung auswählen.
- Gabelzinken und Einfahrtaschen abgleichen.
- Resttragfähigkeit des Staplers prüfen.
- Verriegelungen und Sicherungseinrichtungen vergleichen.
- Einsatzumgebung und Nutzungshäufigkeit berücksichtigen.
So lässt sich die Produktauswahl auf technisch passende Kipper und Wendegeräte eingrenzen.