Traversen und Traversensysteme bestellen
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Häufig gestellte Fragen
Traversen für unterschiedliche Hebe- und Transportaufgaben
Traversen verteilen die beim Heben entstehenden Kräfte auf einen oder mehrere Anschlagpunkte. Dadurch lassen sich Lasten aufnehmen, die mit den Gabelzinken eines Staplers allein nicht sicher unterfahren oder transportieren können. Je nach Ausführung erfolgt die Aufnahme über Einfahrtaschen, einen Kranhaken oder eine kombinierte Stapler- und Kranaufnahme.
Unser Sortiment umfasst unterschiedliche Traversen und Anbaugeräte für Lager, Produktion, Bau, Werkstatt und innerbetriebliche Logistik. Dazu gehören unter anderem:
- Staplertraversen zur Aufnahme über die Gabelzinken
- Krantraversen für geeignete Hebezeuge
- Big-Bag-Traversen mit mehreren Aufnahmepunkten
- Langguttraversen für lange und sperrige Güter
- Traversen für Eurogitterboxen
- Kippgeschirre für kompatible Stapelkipper
- Rangierhilfen zum Bewegen von Anhängern
Die passende Bauart richtet sich immer nach Last, Hebezeug und vorgesehenem Arbeitsablauf. Eine Traverse darf nur innerhalb ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung und der angegebenen Tragfähigkeit eingesetzt werden.
Staplertraversen als funktionale Anbaugeräte
Aufnahme über die Gabelzinken
Staplertraversen werden in der Regel über zwei Einfahrtaschen auf die Gabelzinken aufgenommen. Eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Abrutschen oder Verschieben verbindet das Anbaugerät mit dem Gabelträger beziehungsweise den Zinken. Die konkrete Sicherungsart ist der jeweiligen Produktausführung zu entnehmen.
Vor der Auswahl sollten die Abmessungen der vorhandenen Gabelzinken geprüft werden. Entscheidend sind:
- Zinkenbreite und Zinkenhöhe
- Innenmaße der Einfahrtaschen
- Abstand der Einfahrtaschen
- nutzbare Zinkenlänge
- Eigengewicht der Traverse
- Position des Lastschwerpunkts
- zulässige Tragfähigkeit des Staplers
Die angegebene Traglast der Traverse bedeutet nicht automatisch, dass der eingesetzte Stapler dieselbe Last heben darf. Anbaugerät, Lastabstand und veränderter Lastschwerpunkt beeinflussen die tatsächlich verfügbare Resttragfähigkeit.
Kontrolliertes Anschlagen von Lasten
Eine Staplertraverse schafft definierte Anschlagpunkte für geeignete Anschlagmittel. Damit können beispielsweise Bauteile, Behälter, Konstruktionen oder andere Lasten mit vorhandenen Anschlagpunkten aufgenommen werden.
Dabei müssen Traverse, Lasthaken, Ketten, Hebebänder und weitere Anschlagmittel aufeinander abgestimmt sein. Die zulässige Tragfähigkeit richtet sich nach dem schwächsten Bestandteil der gesamten Lastaufnahmeeinrichtung.
Big-Bag-Traversen für flexible Schüttgutbehälter
Big-Bag-Traversen besitzen üblicherweise vier Aufnahmepunkte für die Hebeschlaufen eines Big Bags. Die Kreuzbauweise hält die Schlaufen auseinander und verteilt die Last auf die vorgesehenen Anschlagpunkte. Das erleichtert das kontrollierte Heben, Transportieren und Positionieren geeigneter Behälter.
Bei der Auswahl sind insbesondere folgende Angaben relevant:
- zulässige Traglast der Traverse
- Abmessungen und Anordnung der Aufnahmepunkte
- Eignung für Stapler, Kran oder beide Hebezeuge
- Maße der Einfahrtaschen
- Eigengewicht der Konstruktion
- Sicherung der Big-Bag-Schlaufen
- Oberflächenbeschichtung und Einsatzumgebung
Die Tragfähigkeit des Big Bags, der Traverse und des Hebezeugs muss für die tatsächliche Füllmenge ausreichen. Beschädigte Hebeschlaufen oder Behälter dürfen nicht verwendet werden.
Langguttraversen für sperrige Güter
Langguttraversen sind für lange oder schwer zu unterfahrende Güter vorgesehen. Dazu können je nach Ausführung Rohre, Profile, Stangenmaterial, Platten oder andere längliche Bauteile gehören. Die verteilte Aufnahme reduziert punktuelle Belastungen und kann die Führung langer Lasten erleichtern.
Wichtige Auswahlmerkmale sind die Nutzbreite beziehungsweise Nutztiefe, die Anzahl und Position der Lastaufnahmepunkte sowie die zulässige Traglast. Zusätzlich muss geprüft werden, ob die Last gegen Rollen, Rutschen, Kippen oder seitliches Ausschwingen gesichert werden kann.
Lange Lasten benötigen ausreichend freie Verkehrs- und Rangierflächen. Engstellen, Tore, Regale und kreuzende Verkehrswege sollten bereits bei der Arbeitsplanung berücksichtigt werden.
Krantraversen für definierte Anschlagpunkte
Krantraversen werden an einem dafür geeigneten Kran oder Hebezeug angeschlagen. Sie können Kräfte über mehrere Anschlagpunkte verteilen und dadurch das Heben breiter, langer oder geometrisch anspruchsvoller Lasten unterstützen.
Bei der Auswahl sind unter anderem erforderlich:
- Gesamtgewicht und Schwerpunkt der Last
- Anzahl und Abstand der Anschlagpunkte
- zulässige Tragfähigkeit bei der vorgesehenen Konfiguration
- passende obere Kranaufnahme
- geeignete Lasthaken und Anschlagmittel
- Abmessungen und Eigengewicht der Traverse
Die Last muss so angeschlagen werden, dass sie beim Anheben stabil bleibt. Seitliches Ziehen, Schrägzug und nicht vorgesehene Belastungsrichtungen sind zu vermeiden.
Traversen für Gitterboxen und Stapelkipper
Aufnahme von Eurogitterboxen
Spezielle Traversen können für das Heben kompatibler Eurogitterboxen ausgelegt sein. Die Aufnahme greift an den dafür vorgesehenen Punkten der Box an. Vor dem Einsatz sind Traglast, Zustand und Kompatibilität von Gitterbox und Traverse zu prüfen.
Lose Gegenstände müssen gegen Herausfallen gesichert sein. Für beschädigte, verformte oder nicht eindeutig identifizierbare Gitterboxen ist die Eignung vor dem Heben gesondert zu bewerten.
Kippgeschirre für definierte Behältertypen
Kippgeschirre verbinden den Stapler mit einem kompatiblen Stapelkipper und unterstützen das kontrollierte Entleeren. Die Auswahl erfolgt anhand des vorgesehenen Behältertyps, der Traglast, der Betätigungsart und der benötigten Ausführung.
Da Kippgeschirre auf bestimmte Behälter abgestimmt sein können, ist die Produktkompatibilität besonders wichtig. Typenbezeichnung und technische Daten des vorhandenen Stapelkippers sollten vor der Bestellung abgeglichen werden.
Auswahl nach Traglast und Lastschwerpunkt
Traglast der gesamten Kombination
Für einen sicheren Einsatz reicht es nicht aus, nur die Nenntraglast der Traverse zu betrachten. Entscheidend ist die Belastbarkeit der vollständigen Kombination aus:
- Stapler oder Kran
- Traverse beziehungsweise Anbaugerät
- Lasthaken und Verbindungselementen
- Anschlagmitteln
- Last und Anschlagpunkten
Das Eigengewicht der Traverse reduziert die für die Nutzlast verfügbare Tragfähigkeit des Hebezeugs. Beim Stapler kann ein größerer Lastschwerpunktabstand die Resttragfähigkeit zusätzlich verringern.
Maße und Aufnahmeart
Die mechanische Kompatibilität sollte vor der Bestellung anhand der technischen Daten geprüft werden. Bei einer Stapleraufnahme sind insbesondere Zinkenquerschnitt, Tascheninnenmaß, Taschenabstand und erforderliche Einschubtiefe relevant. Bei einer Kranaufnahme müssen Haken, Ösen und Verbindungselemente zueinander passen.
Wenn ein Modell sowohl für Stapler als auch für Kran vorgesehen ist, gelten für jede Betriebsart die jeweiligen Angaben des Herstellers.
Sicherer Betrieb und regelmäßige Kontrolle
Traversen sind vor jeder Verwendung auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu kontrollieren. Zu den sichtbaren Prüfpunkten gehören insbesondere:
- Verformungen, Risse und starke Korrosion
- beschädigte Schweißnähte
- lockere oder fehlende Sicherungsteile
- beschädigte Lasthaken und Hakenfallen
- unleserliche Tragfähigkeitskennzeichnungen
- Verschleiß an Aufnahme-, Aufhänge- und Anschlagpunkten
Beschädigte oder nicht eindeutig gekennzeichnete Traversen dürfen nicht weiterverwendet werden. Wiederkehrende Prüfungen sind entsprechend Gefährdungsbeurteilung, Einsatzbedingungen, Herstellerangaben und den einschlägigen betrieblichen Vorgaben durch eine dafür befähigte Person zu veranlassen. Die DGUV Regel 109-017 behandelt unter anderem Auswahl, bestimmungsgemäße Verwendung und Prüfung von Lastaufnahme- und Anschlagmitteln.
Während des Hebevorgangs darf sich niemand unter schwebenden Lasten oder im Gefahrenbereich aufhalten. Lasten sind ruhig anzuheben, bodennah zu transportieren und gegen unkontrolliertes Pendeln, Rutschen oder Drehen zu sichern.