Umreifungsgeräte - Umreifungsmaschine & Umreifungsband
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Häufig gestellte Fragen
Umreifungstechnik für stabile Lade- und Verpackungseinheiten
Eine Umreifung bündelt einzelne Produkte, stabilisiert Kartons und fixiert Packstücke auf Paletten. Das Umreifungsband wird um das Packgut geführt, auf die erforderliche Spannung gebracht und anschließend sicher verschlossen. Entscheidend für das Ergebnis ist das Zusammenspiel aus Band, Umreifungsgerät und Verschlussart.
In unserem Webshop finden Sie Einzelgeräte und komplette Umreifungssets für verschiedene Anforderungen in Lager, Versand, Produktion, Handel und Handwerk.
Die Lösungen eignen sich unter anderem für:
- Paletten und Gitterboxen
- Kartons und Versandpakete
- Kisten und Behälter
- Holz, Profile und Langgut
- Baustoffe und formstabile Produkte
- gebündelte Waren und Produktionseinheiten
Eine Umreifung ersetzt nicht automatisch eine fachgerecht ausgelegte Ladungssicherung. Bei Transporten müssen Packgut, Ladungsträger, Sicherungsmittel und die zu erwartenden Belastungen gemeinsam berücksichtigt werden.
Umreifungsgeräte passend zur Anwendung auswählen
Manuelle Umreifungsgeräte für flexible Einsätze
Manuelle Geräte eignen sich für gelegentliche bis regelmäßig wiederkehrende Umreifungsarbeiten. Abhängig von der Ausführung übernehmen sie das Spannen, Abschneiden oder Verschließen des Bandes. Bei mehrteiligen Systemen werden dafür ein Bandspanner und eine separate Verschlusszange eingesetzt. Kombigeräte verbinden mehrere Arbeitsschritte in einem Werkzeug.
Manuelle Ausführungen sind insbesondere sinnvoll, wenn:
- Umreifungen an wechselnden Arbeitsplätzen erfolgen
- kein Strom- oder Druckluftanschluss zur Verfügung steht
- unterschiedliche Packstückgrößen verarbeitet werden
- das tägliche Umreifungsvolumen überschaubar ist
- eine mobile Lösung für Lager oder Versand benötigt wird
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, für welches Bandmaterial, welche Bandbreite und welche Bandstärke das jeweilige Gerät vorgesehen ist.
Akku-Umreifungsgeräte für wiederkehrende Prozesse
Akku-Umreifungsgeräte unterstützen das Spannen und Verschließen von Kunststoffband. Viele Ausführungen spannen, verschweißen und trennen das Band in einem Arbeitsablauf. Dadurch können regelmäßig wiederkehrende Umreifungen mit geringerem manuellem Kraftaufwand durchgeführt werden.
Wichtige Auswahlmerkmale sind:
- geeignetes Bandmaterial
- zulässige Bandbreite und Bandstärke
- einstellbare Spannkraft
- Art des Verschlusses
- Gewicht und Handhabung des Geräts
- Akkukapazität und Ladezeit
- erwartete Anzahl der Umreifungen pro Arbeitstag
Die Spannkraft muss zum Packgut passen. Eine zu geringe Spannung stabilisiert die Ladeeinheit nicht ausreichend. Eine überhöhte Spannung kann Kartons, Kanten oder empfindliche Oberflächen beschädigen.
Umreifungssets als abgestimmte Komplettlösung
Umreifungssets sind für Betriebe geeignet, die ein vollständiges System neu einführen oder vorhandene Arbeitsplätze einheitlich ausstatten möchten. Je nach Set können Umreifungsband, Spann- und Verschlussgerät, Verschlusshülsen oder Klemmen sowie ein Abrollwagen enthalten sein.
Der Vorteil eines Sets liegt in der technischen Abstimmung der Komponenten. Dennoch sollten Sie kontrollieren, ob Bandmaterial, Bandbreite, Verschlusstyp und Geräteeignung mit dem vorgesehenen Packgut übereinstimmen.
Das geeignete Umreifungsband bestimmen
PP-Band für leichte bis mittelschwere Packstücke
Umreifungsband aus Polypropylen, kurz PP, wird häufig für Kartons, Pakete und leichtere Palettenladungen verwendet. Es besitzt ein geringes Eigengewicht und lässt sich je nach Ausführung manuell oder maschinell verarbeiten.
PP-Band eignet sich vor allem für formstabile Packstücke, bei denen keine dauerhaft hohe Bandspannung erforderlich ist. Für schwere Güter oder Ladungen mit hoher dynamischer Belastung sollte geprüft werden, ob PET- oder Stahlband geeigneter ist.
PET-Band für höhere Spann- und Haltekräfte
PET-Umreifungsband aus Polyester wird für mittelschwere bis schwere Packstücke und Paletten eingesetzt. Das Material verbindet eine hohe Reißfestigkeit mit einer gewissen Elastizität. Dadurch kann das Band Belastungen aufnehmen und die Spannung bei vielen Anwendungen besser halten als PP-Band.
PET-Band kann je nach Packgut eine Alternative zu Stahlband sein. Maßgeblich sind jedoch die erforderliche Reißkraft, die Kantenbelastung, das Setzverhalten des Packguts und die verwendete Verschlusstechnik.
Polyester-Kraftband für empfindliche Oberflächen
Gewebte oder strukturierte Polyester-Kraftbänder sind flexibel und passen sich unregelmäßigen Konturen an. Sie eignen sich unter anderem für gebündelte Waren, empfindliche Oberflächen und Packstücke, bei denen ein starres Band ungünstig wäre.
Der Verschluss erfolgt üblicherweise mit passenden Klemmen. Band und Klemme müssen hinsichtlich Abmessungen und Belastbarkeit aufeinander abgestimmt sein.
Stahlband für schwere und formstabile Güter
Stahlband kommt bei schweren, scharfkantigen oder formstabilen Packgütern sowie bei hohen Zugbelastungen zum Einsatz. Typische Anwendungen sind Metallprodukte, Holzpakete, Baustoffe und schwere Industrieerzeugnisse.
Bei der Verarbeitung sind geeignete Spann- und Verschlussgeräte erforderlich. Wegen der Kanten und der möglichen Rückstellkräfte müssen die geltenden Arbeitsschutzvorgaben beachtet und geeignete Schutzhandschuhe sowie gegebenenfalls eine Schutzbrille getragen werden.
Bandbreite, Bandlänge und Verschluss aufeinander abstimmen
Bandbreite nach Packgut und Gerät wählen
Die Bandbreite beeinflusst die Kraftverteilung auf dem Packgut. Breitere Bänder verteilen die Belastung auf eine größere Fläche, müssen aber ausdrücklich mit dem verwendeten Gerät kompatibel sein. In unserem Sortiment finden Sie unter anderem Ausführungen für 13, 16 und 19 mm Bandbreite.
Neben der Breite ist auch die Bandstärke relevant. Zwei Bänder gleicher Breite können sich hinsichtlich Materialstärke, Reißfestigkeit und Eignung deutlich unterscheiden.
Bandlänge und Verbrauch realistisch berechnen
Die erforderliche Bandlänge pro Umreifung ergibt sich aus dem Umfang des Packstücks zuzüglich eines Zuschlags für Überlappung, Verschluss und Handhabung. Der voraussichtliche Rollenbedarf lässt sich anhand der Umreifungen pro Packstück und der geplanten Stückzahl berechnen.
Bei der Auswahl einer Rolle sind außerdem Kerndurchmesser, Wicklungsart und Eignung für den vorhandenen Abroller oder die verwendete Maschine zu beachten.
Verschlussarten systemgerecht kombinieren
Abhängig von Band und Gerät kommen unterschiedliche Verschlussverfahren infrage:
- Verschlusshülsen für bestimmte Kunststoff- oder Stahlbandsysteme
- Klemmen für textile Polyesterbänder
- hülsenlose Stanzverbindungen bei geeigneten Stahlbandgeräten
- Reibschweißverbindungen bei kompatiblen PP- und PET-Systemen
Verschluss, Band und Werkzeug bilden ein zusammengehöriges System. Nicht passende Komponenten können die Verschlussfestigkeit verringern oder das Gerät beschädigen.
Auswahl nach Packgut und Arbeitsvolumen
Vor der Bestellung sollten die Anforderungen der Anwendung möglichst genau ermittelt werden. Zu den wichtigsten Prüfpunkten gehören:
- Gewicht, Abmessungen und Form des Packguts
- empfindliche, nachgiebige oder scharfkantige Oberflächen
- erforderliche Reiß- und Verschlussfestigkeit
- Anzahl der Umreifungen pro Tag
- manuelle, mobile oder stationäre Verarbeitung
- horizontale oder vertikale Umreifung
- Lager- und Transportbedingungen
- vorgesehene Bandbreite und Bandstärke
- benötigte Verschlüsse und Kantenschutzmittel
- vorhandene Geräte, Abroller und Zubehörteile
Für unregelmäßige oder empfindliche Packstücke kann zusätzlicher Kantenschutz sinnvoll sein. Er verteilt den Druck des Bandes und verhindert, dass die Umreifung in Kartonagen oder Oberflächen einschneidet.
Sicheres Arbeiten mit Umreifungsgeräten
Eine gespannte Umreifung speichert Energie. Beim Lösen oder Durchtrennen kann das Band zurückschnellen. Um Verletzungen und Schäden zu vermeiden, dürfen nur geeignete und technisch einwandfreie Werkzeuge verwendet werden.
Zu den grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen gehören:
- Bedienungsanleitung des Geräts beachten
- Band niemals auf Personen richten
- Hände nicht zwischen Band und Packgut bringen
- Stahlband nur mit geeigneten Werkzeugen bearbeiten
- vorgesehene persönliche Schutzausrüstung tragen
- beschädigte Bänder, Hülsen und Klemmen aussortieren
- Spannkraft schrittweise an das Packgut anpassen
- Geräte regelmäßig reinigen und auf Verschleiß prüfen
- Umreifungen kontrolliert mit einem geeigneten Bandschneider lösen
Akku-Geräte sollten trocken gelagert und nur mit den vorgesehenen Akkus und Ladegeräten betrieben werden. Schneidmesser, Spannräder und Schweißflächen sind entsprechend den Herstellerangaben zu kontrollieren und zu warten.
Zubehör für einen geordneten Verpackungsplatz
Ein Abrollwagen oder Abrollständer hält das Umreifungsband griffbereit und unterstützt ein kontrolliertes Abwickeln. Modellabhängige Ablagen bieten Platz für Hülsen, Klemmen und Werkzeuge. Dadurch lassen sich Suchzeiten reduzieren und lose Bandrollen am Arbeitsplatz vermeiden.
Für einen vollständig ausgestatteten Umreifungsplatz können je nach Verfahren folgende Komponenten erforderlich sein:
- Umreifungsband
- Spann- oder Kombigerät
- Verschlusszange
- Hülsen oder Klemmen
- Abrollwagen oder Abrollständer
- Kantenschutzecken
- Bandschneider
- Ersatzakku und Ladegerät
- Verschleiß- und Ersatzteile
Vorhandene Komponenten sollten vor einer Nachbestellung anhand ihrer technischen Daten geprüft werden. Besonders Bandmaterial, Bandbreite, Bandstärke, Verschluss und Kerndurchmesser müssen kompatibel sein.