Auffangwannen für Werkstatt & Betrieb kaufen
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Auffangwannen für die betriebliche Gefahrstofflagerung
Auffangwannen dienen als Rückhalteeinrichtung für austretende Flüssigkeiten. Sie werden unter Behältern aufgestellt und verhindern, dass Leckagen unkontrolliert auf den Boden, in die Kanalisation oder in die Umwelt gelangen. Typische Einsatzorte sind Werkstätten, Produktionsbereiche, Lager, Instandhaltungsabteilungen, Labore und Abfüllplätze.
Unser Sortiment umfasst Lösungen für unterschiedliche Lager- und Bereitstellungssituationen:
Kleingebindewannen für Kanister, Dosen und kleine Behälter
Auffangwannen für 60-Liter-Fässer
Fass-Auffangwannen für ein oder mehrere 200-Liter-Fässer
IBC-Auffangwannen für 1.000-Liter-Container
mobile und fahrbare Ausführungen
Modelle mit Gitterrost, Spritzschutz oder Abfüllvorrichtung
unterfahrbare Ausführungen für Hubwagen oder Gabelstapler
Die passende Ausführung richtet sich nicht allein nach der Gebindegröße. Auch das Lagermedium, der Aufstellort, die Arbeitsabläufe und die erforderliche Zulassung beziehungsweise der Verwendbarkeitsnachweis müssen berücksichtigt werden.
Material passend zum Lagermedium auswählen
Die Beständigkeit der Auffangwanne gegenüber dem gelagerten Stoff ist eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Sicherheitsdatenblatt und Beständigkeitsangaben des Herstellers bilden dafür die Grundlage.
Auffangwannen aus Stahl
Stahl-Auffangwannen werden häufig für Öle, Schmierstoffe und entzündbare Flüssigkeiten eingesetzt. Je nach Modell sind sie lackiert oder verzinkt erhältlich. Eine robuste, verschweißte Konstruktion eignet sich für den dauerhaften Einsatz in Lager, Werkstatt und Produktion.
Stahl sollte nur verwendet werden, wenn das Material gegenüber dem vorgesehenen Medium beständig ist. Für korrosive Säuren oder Laugen ist eine herkömmliche Stahlwanne in vielen Fällen nicht geeignet.
Auffangwannen aus Kunststoff
Kunststoff-Auffangwannen, insbesondere Modelle aus Polyethylen, sind korrosionsbeständig und werden häufig für Säuren, Laugen und weitere aggressive Flüssigkeiten ausgewählt. Die leichte Bauweise erleichtert abhängig von Größe und Ausführung das Umsetzen und Reinigen.
Da Chemikalien Kunststoffe unterschiedlich beanspruchen können, ist die Eignung für den konkreten Stoff vor dem Kauf anhand einer Beständigkeitsliste zu prüfen. Auch Konzentration, Temperatur und Einwirkdauer können die Materialverträglichkeit beeinflussen.
Auffangwannen aus Edelstahl
Edelstahl-Auffangwannen verbinden Korrosionsbeständigkeit mit einer gut zu reinigenden Oberfläche. Sie kommen beispielsweise in chemisch beanspruchten Bereichen sowie in Betrieben mit erhöhten Anforderungen an Sauberkeit und Materialbeständigkeit zum Einsatz.
Auch Edelstahl ist nicht gegenüber jedem Medium uneingeschränkt beständig. Besonders bei chloridhaltigen Stoffen oder speziellen Chemikalien ist die konkrete Edelstahlgüte zu berücksichtigen.
Auffangvolumen richtig bestimmen
Das erforderliche Rückhaltevolumen hängt von der Lagermenge, dem größten Einzelgebinde, dem Lagermedium und den Bedingungen am Aufstellort ab. Eine Auffangwanne muss für den vorgesehenen Anwendungsfall ausreichend dimensioniert sein. Dabei ist das angegebene nutzbare Auffangvolumen maßgeblich.
Für die Auswahl sollten insbesondere folgende Werte bekannt sein:
Anzahl der gelagerten Gebinde
Nennvolumen jedes Gebindes
gesamtes Lagervolumen
Volumen des größten Einzelgebindes
Wassergefährdungsklasse des Mediums
Lage innerhalb oder außerhalb eines Schutzgebietes
zusätzliche betriebliche oder behördliche Anforderungen
Bei der Lagerung wassergefährdender Stoffe sind die jeweils geltenden Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes und der AwSV zu beachten. Für Gefahrstoffe können außerdem die Gefahrstoffverordnung und die TRGS 510 relevant sein. Da Standort, Lagermenge und Anlagenart die Anforderungen beeinflussen, sollte die Auslegung im Zweifelsfall fachlich geprüft werden.
Gebindeart und Kapazität aufeinander abstimmen
Kleingebinde sicher bereitstellen
Kleingebindewannen eignen sich für Kanister, Flaschen, Dosen und kleinere Behälter. Sie können unmittelbar am Arbeitsplatz, auf Werkbänken, in Regalen oder auf Paletten eingesetzt werden. Flache Ausführungen erleichtern das Einstellen und Entnehmen der Behälter.
Für regelmäßig genutzte Gebinde ist eine Variante mit herausnehmbarem Rost sinnvoll. Flüssigkeiten können unterhalb der Abstellebene aufgefangen werden, während die Gebinde nicht direkt in einer möglichen Leckage stehen.
Auffangwannen für 60- und 200-Liter-Fässer
Fass-Auffangwannen sind auf die Grundfläche und Last einzelner oder mehrerer Fässer abgestimmt. Je nach Arbeitsablauf kommen stehende Fässer, liegende Fässer auf Abfüllböcken oder mobile Fasswannen infrage.
Wichtige Auswahlmerkmale sind:
Kapazität für ein, zwei, vier oder mehr Fässer
ausreichend bemessenes Auffangvolumen
Tragfähigkeit des Gitterrostes
Zugriff auf Fassverschlüsse und Pumpen
Spritzschutz beim Umfüllen
Unterfahrbarkeit für innerbetriebliche Transporte
IBC-Auffangwannen
IBC-Auffangwannen sind für Intermediate Bulk Container mit typischerweise 1.000 Litern Nennvolumen ausgelegt. Neben der Stellfläche ist eine ausreichende Traglast erforderlich. Varianten für einen oder mehrere IBC ermöglichen eine auf den tatsächlichen Lagerbedarf abgestimmte Planung.
Wird direkt aus einem IBC abgefüllt, erleichtern Abfüllvorsätze oder vorgelagerte Auffangbereiche die Arbeit. Sie fangen Tropfverluste unterhalb des Auslaufhahns auf und schaffen zusätzlichen Bewegungsraum für Behälter oder Abfüllgeräte.
Ausstattung für sichere Arbeitsabläufe
Gitterrost und Lochplatte
Ein Gitterrost bildet eine belastbare Abstellebene oberhalb des Auffangraums. Leckagen können in die Wanne ablaufen, ohne dass die abgestellten Gebinde unmittelbar in der Flüssigkeit stehen. Herausnehmbare Roste erleichtern die Kontrolle und Reinigung.
Bei der Auswahl sind Rostmaterial, Tragfähigkeit und Maschenweite beziehungsweise Oberflächenstruktur zu beachten. Wanne und Rost müssen gegenüber dem Lagermedium beständig sein.
Spritzschutz und Abfüllbock
Ein Spritzschutz reduziert die Gefahr, dass Flüssigkeit beim Dosieren oder Umfüllen außerhalb der Wanne landet. Abfüllböcke halten liegende Fässer in einer geeigneten Position und erleichtern den Zugang zum Auslauf.
Für eine sichere Abfüllstation müssen alle Bereiche erfasst werden, in denen Leckagen oder Tropfverluste auftreten können.
Rollen, Griffe und Einfahrtaschen
Fahrbare Auffangwannen eignen sich für wechselnde Einsatzorte oder mobile Wartungsarbeiten. Rollen und Griffe müssen für Gesamtgewicht, Bodenbeschaffenheit und innerbetriebliche Transportwege geeignet sein.
Unterfahrbare Modelle lassen sich mit geeigneten Flurförderzeugen bewegen. Vor jedem Transport ist zu prüfen, ob die Wanne für das Verfahren im beladenen Zustand vorgesehen ist. Eine vorhandene Unterfahrbarkeit bedeutet nicht automatisch, dass ein beladener Transport zulässig ist.
Abmessungen und Aufstellort planen
Vor der Bestellung sollten Gebinde, Stellfläche und Verkehrswege ausgemessen werden. Die Außenmaße der Auffangwanne bestimmen den Platzbedarf, während die nutzbare Stellfläche zur Grundfläche der Behälter passen muss.
Zu prüfen sind insbesondere:
Breite, Tiefe und Höhe der Wanne
nutzbare Fläche auf dem Gitterrost
zulässige Traglast
Abstand zu Wänden und Verkehrswegen
Rangierfläche für Hubwagen oder Stapler
Zugang zu Auslaufhähnen, Pumpen und Armaturen
ebener, tragfähiger und geeigneter Untergrund
Schutz vor Niederschlag bei Außenaufstellung
Bei einer ungeschützten Aufstellung im Freien kann Regenwasser das verfügbare Auffangvolumen verringern. Außen eingesetzte Systeme benötigen deshalb eine hierfür geeignete Konstruktion oder einen zuverlässigen Witterungsschutz.
Kontrolle, Reinigung und betrieblicher Umgang
Auffangwannen sollten regelmäßig auf Flüssigkeitsansammlungen, Korrosion, Risse, Verformungen und sonstige Schäden kontrolliert werden. Gitterroste und Abstellflächen sind sauber zu halten, damit Leckagen schnell erkennbar bleiben.
Ausgetretene Stoffe und verunreinigte Reinigungsmittel müssen entsprechend ihren Eigenschaften aufgenommen und entsorgt werden. Unterschiedliche Chemikalien dürfen in der Auffangwanne nicht unkontrolliert miteinander reagieren. Die Vorgaben aus Sicherheitsdatenblättern, Betriebsanweisungen und Gefährdungsbeurteilungen sind deshalb auch bei Reinigung und Entleerung zu beachten.