Auffangwannen aus Kunststoff online kaufen
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Häufig gestellte Fragen
Kunststoff-Auffangwannen für die sichere Gefahrstofflagerung
Auffangwannen aus Kunststoff nehmen Flüssigkeiten auf, die infolge einer Leckage, beim Umfüllen oder während der Lagerung aus einem Behälter austreten. Sie bilden damit eine Rückhalteeinrichtung zwischen dem gelagerten Medium und dem Boden.
Kunststoffwannen werden vor allem eingesetzt, wenn korrosive oder wassergefährdende Flüssigkeiten in Kleingebinden, Fässern oder IBC bereitgestellt und gelagert werden. Typische Einsatzbereiche finden sich in Produktion, Werkstatt, Instandhaltung, Labor, Logistik, Landwirtschaft und kommunalen Betrieben.
Unser Sortiment umfasst unter anderem:
Kleingebindewannen für Kanister, Flaschen und kleinere Behälter
Auffangwannen für ein oder mehrere 200-Liter-Fässer
PE-Auffangwannen für Paletten und Gitterboxen
IBC-Auffangwannen für einen oder mehrere Großbehälter
Modelle mit zusätzlichem Abfüllbereich
Fahrbare Kunststoff-Auffangwannen
Unterfahrbare Ausführungen mit Kufen, Füßen oder Einfahrtaschen
Varianten mit oder ohne Gitterrost
Material und Medienbeständigkeit richtig abstimmen
Polyethylen für korrosive Flüssigkeiten
Viele unserer Kunststoff-Auffangwannen bestehen aus Polyethylen, kurz PE, oder hochdichtem Polyethylen, kurz PE-HD beziehungsweise HDPE. Der Werkstoff ist korrosionsbeständig und zeichnet sich durch eine gute Beständigkeit gegenüber zahlreichen Säuren, Laugen, Ölen und weiteren Betriebsflüssigkeiten aus.
Die konkrete Eignung hängt jedoch immer vom einzelnen Medium, dessen Konzentration, der Temperatur und der Einwirkdauer ab. Die allgemeine Bezeichnung „säurebeständig“ ersetzt deshalb keine Beständigkeitsprüfung. Vor der Bestellung sollten die Angaben im Sicherheitsdatenblatt des Mediums und die Beständigkeitsinformationen zum jeweiligen Produkt miteinander abgeglichen werden.
Kunststoff ist nicht für jedes Lagermedium geeignet
Eine gute chemische Beständigkeit gegenüber vielen aggressiven Flüssigkeiten bedeutet nicht, dass jede Kunststoffwanne universell verwendet werden kann. Insbesondere bei entzündbaren Flüssigkeiten, organischen Lösemitteln, Gemischen oder Medien mit erhöhter Temperatur müssen Werkstoff, Zulassung und betriebliche Gefährdungsbeurteilung genau geprüft werden.
Für die Auswahl sind unter anderem relevant:
genaue Stoffbezeichnung und Zusammensetzung
Wassergefährdungsklasse
Entzündbarkeit des Mediums
Konzentration und Temperatur
Lagerdauer und mögliche Einwirkzeit
Innen- oder Außenaufstellung
vorhandene Zulassungen und Verwendbarkeitsnachweise
Das erforderliche Auffangvolumen bestimmen
Rückhaltevolumen bei Fass- und Gebindelagern
Das Auffangvolumen muss zur eingelagerten Flüssigkeitsmenge und zur betrieblichen Situation passen. Bei Fass- und Gebindelagern mit einem maßgebenden Anlagenvolumen von bis zu 100 Kubikmetern sieht § 31 AwSV grundsätzlich ein Rückhaltevolumen von 10 Prozent der insgesamt gelagerten Menge vor. Die Rückhalteeinrichtung muss dabei mindestens den Inhalt des größten eingestellten Behältnisses aufnehmen können.
Für vier Fässer mit jeweils 200 Litern ergibt sich beispielsweise eine Gesamtmenge von 800 Litern. Zehn Prozent davon entsprechen 80 Litern. Da das größte Einzelgebinde 200 Liter enthält, muss die Wanne in diesem Fall mindestens 200 Liter aufnehmen können.
Bei größeren Anlagen, in Schutzgebieten oder unter besonderen betrieblichen Bedingungen können abweichende beziehungsweise strengere Anforderungen gelten. Die konkrete Auslegung sollte daher stets anhand des Aufstellorts, der Anlagenart und der geltenden behördlichen Vorgaben erfolgen.
Nutzbares Auffangvolumen beachten
Maßgeblich ist das ausgewiesene Auffangvolumen der Wanne. Außenabmessungen oder die rein geometrische Größe lassen nicht zuverlässig erkennen, wie viel Flüssigkeit tatsächlich zurückgehalten werden kann. Auch eingestellte Bauteile und konstruktive Besonderheiten können das nutzbare Volumen beeinflussen.
Achten Sie in den Produktdaten insbesondere auf:
Auffangvolumen in Litern
Zahl und Größe der zulässigen Gebinde
Traglast der Wanne oder Stellfläche
Außen- und Stellflächenmaße
Ausführung des Gitterrosts
erforderliche Zulassungen
Ausführung passend zu Gebinde und Arbeitsablauf wählen
Kleingebindewannen für Kanister und kleinere Behälter
Kleingebindewannen eignen sich für kleinere Gebinde, die beispielsweise auf Werkbänken, in Regalen, in Laborbereichen oder an Dosier- und Abfüllplätzen verwendet werden. Eine niedrige Bauhöhe erleichtert das Einstellen und Entnehmen der Behälter.
Vor dem Kauf sollten sowohl das Auffangvolumen als auch die nutzbare Stellfläche geprüft werden. Die Außenmaße allein geben nicht an, ob die vorgesehene Anzahl an Kanistern oder Flaschen sicher aufgestellt werden kann.
Auffangwannen für 200-Liter-Fässer
Für die Lagerung von Standardfässern stehen Modelle für ein, zwei, drei oder vier 200-Liter-Fässer zur Verfügung. Die Anordnung der Fässer kann je nach Wannenformat nebeneinander oder in einer kompakten Blockanordnung erfolgen.
Bei häufigem Warenumschlag sind unterfahrbare Modelle vorteilhaft. Für wechselnde Einsatzorte können fahrbare Auffangwannen eine geeignete Lösung darstellen. Soll direkt aus einem liegenden oder stehenden Fass abgefüllt werden, muss zusätzlicher Platz für Pumpen, Armaturen und das sichere Aufstellen von Entnahmegefäßen berücksichtigt werden.
IBC-Auffangwannen und Abfüllstationen
IBC-Auffangwannen sind für die hohen Gewichte und großen Behälterabmessungen von Intermediate Bulk Containern ausgelegt. Sie verfügen üblicherweise über ein entsprechend großes Auffangvolumen und eine hoch belastbare Stellfläche.
Modelle mit Abfüllbereich schaffen vor der eigentlichen IBC-Stellfläche zusätzlichen Raum für Tropfverluste beim Entnehmen. Bei der Auswahl sollten die Abmessungen des Containers, das Gesamtgewicht im gefüllten Zustand und die Zugänglichkeit der Auslaufarmatur berücksichtigt werden.
Gitterrost, Füße und Einfahrtaschen als Auswahlkriterien
Auffangwannen mit Gitterrost
Ein Gitterrost bildet eine Stellfläche oberhalb des Wannenbodens. Austretende Flüssigkeit kann durch den Rost in den Auffangraum gelangen, während die eingestellten Gebinde erhöht stehen.
Je nach Modell kommen Kunststoff- oder Stahlgitterroste zum Einsatz. Die Wahl sollte sich an der chemischen Beständigkeit, der benötigten Traglast und den betrieblichen Reinigungsanforderungen orientieren. Herausnehmbare Roste erleichtern die Sichtkontrolle und Reinigung des Innenraums.
Unterfahrbare und mobile Ausführungen
Kufen, Sockelfüße oder Einfahrtaschen schaffen Bodenfreiheit und können das Umsetzen einer leeren Wanne mit geeigneten Flurförderzeugen erleichtern. Die zulässige Art der Aufnahme ist den jeweiligen Produktangaben zu entnehmen. Eine vorhandene Unterfahrbarkeit bedeutet nicht automatisch, dass eine beladene Wanne transportiert werden darf.
Fahrbare Modelle sind für Einsatzorte geeignet, an denen Flüssigkeiten oder Gebinde innerhalb des Betriebs bewegt werden müssen. Dabei sind Traglast, Rollenmaterial, Feststeller, Bodenbeschaffenheit und vorgesehener Transportweg zu berücksichtigen.
Aufstellung und Betrieb der Kunststoffwanne
Geeigneten Aufstellort vorbereiten
Die Auffangwanne sollte auf einer ebenen, ausreichend tragfähigen und gegen betriebliche Beschädigungen geschützten Fläche stehen. Schiefstellungen können das nutzbare Rückhaltevolumen verringern und die Lastverteilung ungünstig beeinflussen.
Für die sichere Nutzung sind folgende Punkte wichtig:
Wanne vollständig und standsicher aufstellen
zulässige Traglast nicht überschreiten
Gebinde gegen Umkippen oder Herabfallen sichern
Auslaufarmaturen vor unbeabsichtigter Betätigung schützen
Wanne nicht als Arbeits- oder Verkehrsfläche verwenden
Regenwasser und andere Fremdflüssigkeiten fernhalten
Verkehrs- und Fluchtwege freihalten
Bei einer Außenaufstellung muss die konkrete Wanne ausdrücklich für die dort auftretenden Bedingungen geeignet sein. Ohne Überdachung kann Niederschlagswasser das verfügbare Auffangvolumen reduzieren oder vollständig aufbrauchen.
Regelmäßige Kontrolle und Reinigung
Auffangwannen sollten regelmäßig auf Risse, Verformungen, Verfärbungen, Ablagerungen und ausgetretene Flüssigkeiten kontrolliert werden. Die Prüfintervalle richten sich nach Gefährdungsbeurteilung, Nutzungshäufigkeit, Medium und betrieblichen Vorgaben.
Ausgetretene Stoffe sind sicher und zeitnah aufzunehmen. Dabei gelten die Angaben aus dem Sicherheitsdatenblatt sowie die betrieblichen Regelungen für persönliche Schutzausrüstung, Bindemittel und Entsorgung. Aggressive Reinigungsmittel oder ungeeignete Werkzeuge können den Kunststoff beschädigen und sollten nicht verwendet werden.
Auswahlhilfe für Kunststoff-Auffangwannen
Für eine belastbare Produktauswahl sollten Sie diese Angaben vorab zusammenstellen:
Bezeichnung und Eigenschaften des Lagermediums
Anzahl, Art und Volumen der Gebinde
erforderliches Auffangvolumen
Gewicht aller gefüllten Behälter
benötigte Stellfläche und verfügbare Außenmaße
gewünschte Ausführung mit oder ohne Gitterrost
stationärer, unterfahrbarer oder fahrbarer Einsatz
Innenbereich, überdachter Außenbereich oder Außenaufstellung
Anforderungen an Zulassung und Verwendbarkeitsnachweis
betriebliche Vorgaben aus Gefährdungsbeurteilung und Lagerkonzept
Die richtige Kunststoff-Auffangwanne wird nicht allein nach der Zahl der Fässer ausgewählt. Entscheidend ist die Kombination aus Medienbeständigkeit, Rückhaltevolumen, Traglast, Stellfläche und zulässigem Einsatzbereich.