Gefahrstoffregale zur Gefahrstofflagerung
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Gefahrstoffe sicher und platzsparend im Regal lagern
Gefahrstoffregale verbinden geordnete Lagerkapazität mit einer geeigneten Rückhalteeinrichtung. Austretende Flüssigkeiten können in einer Bodenwanne, einer Regalwanne oder mehreren Wannenböden aufgefangen werden, bevor sie sich im Arbeitsbereich ausbreiten. Das erleichtert die sichere Organisation von Gefahrstoffen in Werkstätten, Produktionsbereichen, Lagern und Instandhaltungsabteilungen.
Unser Sortiment umfasst Lösungen für unterschiedliche Gebinde und Lagerkonzepte:
Fassregale für die liegende oder stehende Lagerung von Fässern
Kleingebinderegale für Kanister, Dosen, Eimer und kleinere Behälter
Gefahrstoffregale mit Bodenauffangwanne
Umweltregale mit mehreren Fach- oder Wannenböden
Regalwannen und Einhängewannen zur Nachrüstung
Grund- und Anbauregale für modular erweiterbare Regalzeilen
Modelle mit Gitterrosten, Tiefenriegeln oder Fassauflagen
Ein Regal allein ersetzt keine betriebliche Gefährdungsbeurteilung. Vor der Auswahl müssen Art und Menge der Stoffe, Gebindegrößen, mögliche Wechselwirkungen sowie die Bedingungen am Aufstellort geprüft werden.
Die passende Regalart nach Gebinde auswählen
Fassregale für größere Gebinde
Fassregale sind auf die Lagerung von Fässern und die damit verbundenen Punkt- und Flächenlasten abgestimmt. Abhängig von der Ausführung können Fässer stehend oder liegend gelagert werden. Fassauflagen sichern liegende Gebinde und erleichtern bei dafür vorgesehenen Modellen die Entnahme direkt aus dem Fass.
Eine Auffangwanne unterhalb der Lagerebenen nimmt Flüssigkeit auf, wenn ein Fass undicht wird oder beim Umgang mit dem Gebinde Tropfverluste auftreten. Entscheidend sind die Anzahl und Größe der Fässer, die zulässige Fach- und Feldlast sowie das erforderliche Rückhaltevermögen.
Kleingebinderegale für Kanister und Behälter
Kleingebinderegale eignen sich für kleinere Behälter mit Ölen, Schmierstoffen, Farben, Lacken, Reinigungsmitteln oder Chemikalien. Je nach Modell befindet sich eine Auffangwanne auf der untersten Ebene oder jede Lagerebene verfügt über einen eigenen Wannenboden.
Mehrere Wannenebenen können sinnvoll sein, wenn unterschiedliche Stoffgruppen getrennt gelagert oder Leckagen unmittelbar unter dem jeweiligen Gebinde aufgefangen werden sollen. Höhenverstellbare Ebenen erleichtern die Anpassung an verschiedene Behälterhöhen.
Regalwannen für vorhandene Regalsysteme
Mit Regalwannen lassen sich bestehende Paletten-, Fachboden- oder Schwerlastregale für geeignete Lageraufgaben nachrüsten. Einhängewannen werden in die Regalkonstruktion integriert. Unterfahrbare Bodenwannen werden unterhalb eines Regalabschnitts positioniert und können bei entsprechender Konstruktion mit geeigneten Flurförderzeugen bewegt werden.
Vor einer Nachrüstung müssen die Abmessungen, die konstruktive Ausführung und die Belastbarkeit des vorhandenen Regals geprüft werden. Die Wanne darf die sichere Nutzung des Regals nicht beeinträchtigen und muss für die vorgesehenen Stoffe geeignet sein.
Auffangwanne nach Lagermedium bestimmen
Stahl für Öle, Lacke und entzündbare Flüssigkeiten
Auffangwannen aus Stahl sind mechanisch belastbar und für viele mineralölbasierte oder entzündbare Flüssigkeiten geeignet. Verzinkte oder beschichtete Oberflächen verbessern den Korrosionsschutz, ersetzen jedoch nicht die Prüfung der Medienbeständigkeit.
Ob eine Stahlwanne für einen bestimmten Stoff eingesetzt werden kann, ergibt sich aus dem Sicherheitsdatenblatt und den Beständigkeitsangaben des Herstellers. Besonders bei korrosiven Flüssigkeiten darf die Eignung nicht allein anhand der allgemeinen Stoffbezeichnung abgeleitet werden.
Polyethylen für aggressive Medien
Auffangwannen aus Polyethylen, kurz PE, weisen eine hohe Beständigkeit gegenüber vielen Säuren und Laugen auf. Sie werden deshalb häufig für aggressive oder korrosive Chemikalien eingesetzt.
Auch bei PE-Wannen muss die konkrete Beständigkeit gegenüber dem eingelagerten Medium geprüft werden. Konzentration, Temperatur, Einwirkdauer und Stoffgemische können die Materialeignung beeinflussen.
Auffangvolumen richtig auslegen
Das erforderliche Auffangvolumen hängt von der Lagermenge, den Gebindegrößen, den Stoffeigenschaften und den Bedingungen des Aufstellortes ab. Die Nennkapazität einer Wanne ist daher ein zentrales Auswahlmerkmal, aber nicht das einzige Kriterium.
Prüfen Sie vor dem Kauf:
Volumen des größten eingelagerten Gebindes
Gesamtmenge aller Gebinde im Auffangbereich
Wassergefährdungsklasse und Eigenschaften der Stoffe
gegebenenfalls abweichende Anforderungen in Schutzgebieten
betriebliche und behördliche Vorgaben
nutzbares Auffangvolumen bei eingesetzten Gitterrosten oder Einbauten
Die Auslegung sollte auf Grundlage der jeweils geltenden wasserrechtlichen Anforderungen erfolgen. Wo mehrere Stoffe oder besondere Gefährdungen vorliegen, ist eine fachkundige Einzelfallprüfung erforderlich.
Tragfähigkeit und Abmessungen abstimmen
Neben der Rückhaltung muss das Regal die eingelagerten Lasten sicher aufnehmen. Fachlast, Feldlast und Gesamtgewicht der Gebinde dürfen nicht verwechselt werden. Flüssigkeiten erreichen bereits in vergleichsweise kleinen Behältern ein hohes Gesamtgewicht.
Wichtige technische Auswahlkriterien sind:
Regalhöhe, Regalbreite und Regaltiefe
lichte Höhe zwischen den Lagerebenen
zulässige Fachlast je Ebene
zulässige Feldlast des gesamten Regalfeldes
Anzahl und Verstellraster der Ebenen
Außenmaße und Auffangvolumen der Wanne
Anzahl, Größe und Position der Gebinde
Grund- oder Anbauregal
Stellfläche und Verkehrswege am Aufstellort
Bei der Planung sollten außerdem ausreichend Platz für das sichere Ein- und Auslagern sowie ein guter Zugang für Sichtkontrollen berücksichtigt werden.
Ausstattung für den betrieblichen Einsatz
Gitterroste und Wannenböden
Gitterroste bilden eine belastbare Stellfläche oberhalb der Auffangwanne. Ausgetretene Flüssigkeit kann durch den Rost in die Wanne gelangen, während die Gebinde nicht unmittelbar in der Flüssigkeit stehen. Herausnehmbare Gitterroste erleichtern die Kontrolle und Reinigung.
Wannenböden fangen Leckagen direkt auf der jeweiligen Ebene auf. Sie sind besonders für Regale mit vielen Kleingebinden geeignet und können die Zuordnung einer Leckage zum betroffenen Behälter vereinfachen.
Erweiterbare Steckregale
Grundregale bilden eigenständig nutzbare Regalfelder. Anbauregale werden zur Erweiterung an ein kompatibles Grundregal angeschlossen. Dadurch lassen sich Regalzeilen an wachsende Lagerbestände anpassen.
Bei Erweiterungen müssen die Herstellerfreigabe, die vorgesehene Feldkonfiguration und die zulässigen Belastungen eingehalten werden. Komponenten unterschiedlicher Regalsysteme dürfen nicht ohne geprüfte Kompatibilität kombiniert werden.
Regelwerke und betriebliche Verantwortung
Für die Lagerung wassergefährdender Stoffe sind insbesondere die Vorgaben des Wasserhaushaltsrechts und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen zu berücksichtigen. Bei Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern kann außerdem die TRGS 510 maßgeblich sein. Hinzu kommen die Gefahrstoffverordnung, Sicherheitsdatenblätter, Herstellerangaben und gegebenenfalls behördliche Auflagen.
Die konkrete Eignung eines Gefahrstoffregals hängt vom gesamten Lagerkonzept ab. Dazu gehören unter anderem:
Gefährdungsbeurteilung und Gefahrstoffverzeichnis
Kennzeichnung und sichere Zuordnung der Stoffe
Prüfung von Zusammenlagerungsverboten
Brand- und Explosionsschutz
Zugangsbeschränkungen
Schutz vor Anfahren und mechanischer Beschädigung
regelmäßige Sicht- und Zustandskontrollen
Maßnahmen für Leckagen und Betriebsstörungen
Bei entzündbaren, akut toxischen, oxidierenden oder anderweitig besonders gefährlichen Stoffen können zusätzliche Schutzmaßnahmen oder andere Lagereinrichtungen wie Sicherheitsschränke erforderlich sein.
Auswahl in unserem Webshop
Nutzen Sie für die Produktauswahl zunächst die Gebindeart: Fass, Kanister, Eimer, Dose, Palette oder IBC. Legen Sie anschließend das benötigte Auffangvolumen und das gegenüber dem Lagermedium beständige Wannenmaterial fest. Danach können Sie Abmessungen, Traglast, Ebenenzahl und Erweiterbarkeit auf den verfügbaren Lagerplatz abstimmen.
Für eine belastbare Auswahl sollten folgende Informationen vorliegen:
Stoffbezeichnung und Sicherheitsdatenblatt
Wassergefährdungsklasse und Gefahrenmerkmale
Anzahl, Größe und Gewicht der Gebinde
gewünschte Lagerposition
erforderliches Auffangvolumen
Innen- oder Außenaufstellung
vorhandenes Regalsystem bei einer Nachrüstung
betriebliche Anforderungen an Zugriff und Materialfluss
So lässt sich gezielt zwischen Fassregalen, Kleingebinderegalen und Regalwannen unterscheiden, ohne technisch ungeeignete Varianten in die engere Auswahl einzubeziehen.