Regalwannen: Auffangwanne für Regalsysteme
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Regalwannen für die sichere Gefahrstofflagerung
Regalwannen, auch Regal-Auffangwannen oder Regalbodenwannen genannt, dienen als Rückhalteeinrichtung unter gelagerten Behältern mit flüssigen Gefahrstoffen. Tritt durch eine beschädigte Verpackung, ein undichtes Fass oder einen defekten Kanister Flüssigkeit aus, wird sie kontrolliert in der Wanne aufgefangen.
Bestehende Palettenregale können damit bedarfsgerecht für die Lagerung wassergefährdender Flüssigkeiten ergänzt werden. Das ist besonders relevant, wenn vorhandene Lagertechnik weitergenutzt und um eine geeignete Rückhaltung erweitert werden soll.
Unser Sortiment umfasst Ausführungen für verschiedene Regalfeldbreiten und Auffangvolumen. Je nach Modell sind unterschiedliche Kombinationen aus Stahlwanne, PE-Einsatz und Gitterrost erhältlich.
Die passende Regalwanne auswählen
Feldbreite und Außenmaße abstimmen
Die Regalwanne muss konstruktiv zum vorhandenen Regalsystem passen. Maßgeblich ist nicht allein die nominelle Feldbreite des Palettenregals. Auch die tatsächlichen Außenmaße der Wanne, die Tiefe des Regals und die verfügbare Höhe müssen berücksichtigt werden.
Vor der Auswahl sollten Sie folgende Maße kontrollieren:
lichte und nominelle Feldbreite des Regals
Breite, Tiefe und Höhe der vorgesehenen Stellfläche
Außenmaße der Regalwanne
Abmessungen der eingesetzten Paletten und Gebinde
erforderlicher Freiraum für das Einsetzen und Entnehmen
Position von Regalstützen, Traversen und Bodenankern
Unsere Regalwannen sind unter anderem für gängige Feldbreiten von etwa 1.800, 2.200, 2.700 und 3.300 Millimetern erhältlich. Entscheidend bleiben die konkreten Produktmaße und die Kompatibilität mit dem vorhandenen Regal.
Auffangvolumen bedarfsgerecht bestimmen
Das erforderliche Auffangvolumen richtet sich nach den gelagerten Flüssigkeitsmengen, der Größe des größten Einzelgebindes, dem Standort sowie den für die Anlage geltenden Anforderungen. In unserem Sortiment stehen Regalwannen mit 240, 540 und 1.000 Litern Auffangvolumen zur Auswahl.
Für die Auslegung sollten mindestens folgende Angaben vorliegen:
Volumen des größten Einzelgebindes
gesamte in der Auffangeinrichtung gelagerte Flüssigkeitsmenge
Anzahl und Art der Gebinde
Wassergefährdung und Eigenschaften der Medien
Standort innerhalb oder außerhalb eines Schutzgebietes
betriebliche und behördliche Vorgaben
Die konkrete Dimensionierung ist anhand der aktuellen Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes, der AwSV, der örtlichen Vorgaben und der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung zu prüfen. Auch das Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Stoffes ist einzubeziehen.
Materialbeständigkeit anhand des Mediums prüfen
Nicht jeder Werkstoff ist für jede Flüssigkeit geeignet. Stahl-Auffangwannen kommen häufig bei Ölen, Schmierstoffen und vergleichbaren Medien zum Einsatz. Für bestimmte aggressive Flüssigkeiten können Ausführungen mit PE-Einsatz erforderlich sein.
Ein PE-Einsatz bildet innerhalb der Stahlwanne eine zusätzliche medienbeständige Auffangebene. Ob diese Ausführung für einen konkreten Stoff geeignet ist, hängt unter anderem von dessen chemischer Zusammensetzung, Konzentration und Temperatur ab.
Vor der Bestellung sollten Sie deshalb:
die Bezeichnung des Mediums ermitteln
Wassergefährdung und Gefahrstoffklassifizierung prüfen
das aktuelle Sicherheitsdatenblatt heranziehen
die Werkstoffbeständigkeit verbindlich abgleichen
mögliche Stoffgemische und Reaktionsgefahren berücksichtigen
Die Auswahl allein nach allgemeinen Stoffgruppen reicht bei aggressiven oder unbekannten Medien nicht aus.
Ausführungen mit und ohne Gitterrost
Gitterroste als erhöhte Stellfläche
Bei Regalwannen mit Gitterrost stehen Paletten oder Gebinde oberhalb des Wannenbodens. Ausgetretene Flüssigkeit kann durch den Rost in den darunterliegenden Auffangraum ablaufen. Die Gebinde stehen dadurch nicht unmittelbar in der aufgefangenen Flüssigkeit.
Ein Gitterrost ist insbesondere sinnvoll, wenn:
Paletten oder mehrere Gebinde auf der Wanne abgestellt werden
eine definierte und belastbare Stellfläche benötigt wird
kleinere Leckagen unterhalb der Gebinde zurückgehalten werden sollen
die Sichtkontrolle des Auffangraums betrieblich organisiert ist
Die zulässige Belastung des Gitterrostes und der Regalwanne muss zur vorgesehenen Lagerlast passen. Dabei ist das Gesamtgewicht aus Gebinden, Flüssigkeiten, Paletten und weiteren Ladungsträgern zu berücksichtigen.
Ausführungen ohne Gitterrost
Regalwannen ohne Gitterrost können geeignet sein, wenn die bauliche Situation oder das vorgesehene Lagerkonzept keine separate Stellfläche auf der Wanne erfordert. Die konkrete Verwendung hängt von der Konstruktion der Wanne und des Regals ab.
Auch bei diesen Varianten müssen Gebinde sicher stehen und dürfen die Rückhaltefunktion nicht beeinträchtigen. Produktfreigaben, Aufstellhinweise und zulässige Lasten sind deshalb vor dem Einsatz zu prüfen.
Einsatzbereiche von Regal-Auffangwannen
Regalwannen werden vor allem in Industrie, Logistik, Instandhaltung, Produktion und Werkstätten eingesetzt. Sie eignen sich für Lagerbereiche, in denen flüssige Betriebs- oder Gefahrstoffe in Palettenregalen bereitgestellt werden.
Typische Anwendungen sind:
Lagerung von Fässern auf Paletten
Bereitstellung von Kanistern und Hobbocks
Lagerung von Ölen und Schmierstoffen
Aufnahme bestimmter chemischer Flüssigkeiten
Nachrüstung bestehender Palettenregale
Ausstattung betrieblicher Gefahrstofflager
Rückhaltung unter mehreren Gebinden eines Regalfeldes
Das Lagern und das aktive Ab- oder Umfüllen sind voneinander zu unterscheiden. Für Abfüllvorgänge können zusätzliche Auffangflächen, Abfüllhilfen und Schutzmaßnahmen erforderlich sein.
Sichere Integration in bestehende Regalsysteme
Tragfähigkeit des Regals berücksichtigen
Eine Regalwanne ersetzt keine statische Prüfung des vorhandenen Regals. Vor der Nachrüstung muss sichergestellt sein, dass Regalsystem, Traversen und Aufstellfläche für die vorgesehene Gesamtlast geeignet sind.
Zu berücksichtigen sind:
Eigengewicht der Regalwanne
Gewicht des Gitterrostes und eines möglichen PE-Einsatzes
Gewicht der Paletten und Gebinde
Gesamtgewicht der gelagerten Flüssigkeiten
zulässige Fach- und Feldlast des Regals
zulässige Flächenbelastung des Hallenbodens
Umbauten oder Änderungen an tragenden Regalbauteilen dürfen nicht ohne Prüfung vorgenommen werden.
Gebinde vollständig innerhalb der Auffangfläche lagern
Die gelagerten Behälter müssen sicher positioniert werden. Paletten, Fässer und Kanister sollten nicht unzulässig über die Auffangfläche hinausragen. Andernfalls kann austretende Flüssigkeit außerhalb der Wanne auf den Boden gelangen.
Bei der Planung sind deshalb nicht nur das Nennmaß des Regals, sondern auch die tatsächlichen Abmessungen der Ladungsträger zu berücksichtigen.
Kontrolle, Reinigung und Instandhaltung
Regalwannen müssen regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand kontrolliert werden. Häufigkeit und Umfang richten sich nach der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung, den eingesetzten Medien und den geltenden Prüfanforderungen.
Zur betrieblichen Kontrolle gehören insbesondere:
Prüfung auf sichtbare Korrosion und Beschädigungen
Kontrolle von Schweißnähten und Wandungen
Prüfung des PE-Einsatzes auf Risse oder Verformungen
Kontrolle des Gitterrostes und seiner Auflage
Entfernung von Wasser, Schmutz und Rückständen
Überprüfung der sicheren Position im Regalsystem
Dokumentation festgestellter Mängel und Maßnahmen
Aufgefangene Flüssigkeiten dürfen nicht unkontrolliert abgeleitet werden. Ihre Aufnahme und Entsorgung muss entsprechend den Stoffeigenschaften und den betrieblichen Vorgaben erfolgen.
Auswahl in unserem Webshop
Mit den Produktmerkmalen der einzelnen Ausführungen können Sie das Sortiment gezielt eingrenzen. Besonders relevant sind Feldbreite, Auffangvolumen, Außenmaße, PE-Einsatz und Gitterrost.
Für eine belastbare Auswahl empfehlen wir diese Reihenfolge:
Lagermedium und Werkstoffbeständigkeit prüfen.
Erforderliches Auffangvolumen bestimmen.
Feldbreite und Einbaumaße des Regals messen.
Gewicht und Abmessungen der Gebinde erfassen.
Bedarf an Gitterrost und PE-Einsatz festlegen.
Tragfähigkeit von Regal, Wanne und Hallenboden prüfen.
Betriebliche sowie standortbezogene Anforderungen abgleichen.